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Das Gesetz

Name
Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG)
Beschlossen
10. September 2021
Rechtsgrundlage
§24 Abs. 4 SGB VIII
Inkrafttreten
1. August 2026
Anspruch
8 Stunden Betreuung täglich, 5 Werktage, inkl. Schulferien (max. 4 Wochen Schließzeit)
Wichtig
Es ist ein Recht der Eltern, keine Pflicht. Die Unterrichtszeit wird angerechnet.

Der Stufenplan

Schuljahr 2026/27
Klassenstufe 1
Schuljahr 2027/28
Klassenstufe 1–2
Schuljahr 2028/29
Klassenstufe 1–3
Schuljahr 2029/30
Klassenstufe 1–4 — Vollausbau

Was bedeutet das für die Schulverpflegung?

  • 8 Stunden Betreuung schließen die Mittagszeit ein — warme Mittagsverpflegung faktisch zwingend
  • Die KMK bestätigt: Ganztagsschulen müssen ein Mittagessen anbieten
  • Das Gesetz selbst regelt keine Verpflegungsstandards — die Ausgestaltung liegt bei Ländern und Trägern
  • Der DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen dient als Orientierung

Die Zahlen

15.400
Grundschulen in Deutschland
~3 Mio.
Grundschulkinder betroffen
56 %
haben aktuell einen Ganztagsplatz
284.000
zusätzliche Plätze erforderlich
102.000
Fachkräfte fehlen bis 2030
74 %
der Schulleitungen nennen Raummangel
57,8 %
der Kommunen fühlen sich vorbereitet

Wer ist verantwortlich?

Bund
3,5 Mrd. Euro Investitionsförderung + steigende Betriebskostenbeteiligung (ab 2030: 1,3 Mrd. Euro/Jahr)
Länder
Gesamtverantwortung für Betriebskosten und gesetzliche Umsetzung
Kommunen
Erfüllungsverantwortung (§79 Abs. 1, §85 Abs. 1 SGB VIII) — müssen Plätze schaffen
Finanzierung Mittagessen
Elternbeiträge + Subvention durch Schulträger (durchschnittlich 34–43 %). Für Sozialleistungsempfänger: kostenlos über Bildungs- und Teilhabepaket.

Hessen im Fokus

Pakt für den Ganztag

  • „Pakt für den Ganztag" seit 2015 — über 70 % der Grundschulen bereits im Programm
  • 3 Ganztagsprofile: Nur Profil 2 und 3 erfüllen den Rechtsanspruch
  • ~30 % der Grundschulen müssen noch eingebunden werden
  • Über 4.300 Stellen vom Kultusministerium bereitgestellt

Was Schulträger jetzt tun sollten

  1. Bestandsaufnahme: Räume, Küche, Schülerzahlen prüfen
  2. Verpflegungssystem wählen: Frischküche, Cook & Chill oder Cook & Hold
  3. Fördermittel beantragen: Investitionsprogramm Ganztagsausbau nutzen
  4. Partner oder Personal suchen: Professionellen Verpflegungspartner einbinden
  5. Frühzeitig planen: Der Vorlauf beträgt 6–12 Monate

FPS Campus als Partner

FPS Campus unterstützt Schulen und Träger im Rhein-Main-Gebiet beim Aufbau einer professionellen Schulverpflegung — mit eigenen Köchen vor Ort, Speiseplänen nach DGE-Qualitätsstandard und Bio-Zutaten. Kostenlose Erstberatung:

Quellen: BMFSFJ, Bertelsmann Stiftung, Deutsches Schulportal, DGE, Hessisches Kultusministerium. Stand: März 2026.

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Ganztag planen?

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